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PLUS I+ -I MINUS

Wettbewerb Münster  [Finalrunde] 2026

[Fraunhofer Forschungsfertigung Batteriezelle FFB]

Zwei Stelen: zwei spannungsgeladene Halbschalen (+ -) erschaffen einen Raum

Außen: fast unsichtbar und die Umgebung und Menschen spiegelnd

Innen: energetisch/mystisch komprimierter Dialograum

 

Die Installation ist der künstlerische Versuch, das Phänomen der Batterie räumlich und visuell erfahrbar zu machen. Eine Batterie ist außen schlicht und unscheinbar und im Inneren verbirgt sich eine geisterhafte Kraft, die alles Mögliche zum Laufen, Klingen und zum Leuchten bringen kann. Im Zentrum der Kunstinstallation steht diese unsichtbare Energie und die dazu notwendige Dualität.

Von außen erscheint das Werk nahezu immateriell. Seine hochpolierten Oberflächen spiegeln die Umgebung und die Menschen wider und lassen dadurch die Skulptur beinahe verschwinden. Ein zylindrisches Volumen wird in zwei Hälften geteilt. Aus der Ferne wirken die beiden Stelen wie ein geschlossenes Ganzes. Erst bei näherem Betrachten öffnet sich ein Spalt – ein Durchgang für die Neugierigen. Wer ihn betritt, gelangt in einen dualen Tempelraum - in einen mystisch energiegeladenen Dialograum.

Die äußere Form thematisiert Spannung und der Innenraum Dualität. Der Gegensatz zwischen glatter Reflexion und strukturierter Oberfläche verstärkt die konzeptuelle Polarität.

Im Park des neuen FBB wird ein mächtiges, aber fast unsichtbares Kunstwerk mit kraftvollem Innenleben erschaffen. Zwei gegenüberliegend positionierte, weithin sichtbare Stelen aus poliertem Edelstahl, sollen die Menschen ins neue Gebäude geleiten. Je nach Blickwinkel erscheint die spiegelnde Säule geschlossen oder man erblickt beim Positionswechsel einen kleinen senkrechten Spalt voll funkelnder Kristalle. Ein Spannungsverhältnis, welches die zwei Pole einer Batterie darstellt: PLUS und MINUS.

Die durch den Abstand der zwei Säulenhälften entstandene Leerstelle, diese kleine trennende Schneise, welche die Besucher einlädt zwischen die zwei Halbschalen zu treten, bildet das Zentrum. Zwei gespiegelte Apsiden schaffen einen runden, tempelartigen Raum, der aus dem Nichts auftaucht und zum Verweilen einlädt. Die Besucher erwartet dort zwei Wandmosaike, eines rot, das andere schwarz. Tausende kleine, unscheinbare Pixel ergeben ein großes schimmerndes Gemälde.

 

 Die kleinen glitzernden Mosaiksteine zeigen erst im Verbund ihren wahren Schatz -eine Analogie zu wichtigen Prozessen in der Batteriefertigung: Die Beschichtung (Coating) und die Verdichtung (Calendering). Die Vielzahl der zusammengefügten Steinchen symbolisiert das Coating - das Aufbringen und Verbinden. Die unterschiedlichen Größen, Fugen und Materialität verweisen auf das Calendering - das Komprimieren.

Bei näherem Betrachten gleicht kein Steinchen dem anderen und so wird der uniforme Gleichklang wohlwollend aufgelöst. Unzählige farbige Teilchen bringen den „Dazwischenraum“ zum Oszillieren. Ein Wasserfall aus roten und schwarzen Glitzersteinchen beschleunigt unser Denken und entschleunigt unser Handeln. Eine kontemplative Kraft, welche die Menschen mit Energie aufladen- und stärken kann. 

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