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Wettbewerb Dinkelsbühl 1.Platz November 2025
Das A und das O
[Landesfinanzschule Bayern Dinkelsbühl]
Die Abgabenordnung [AO] gilt als ein Fundament des deutschen Steuerrechts
(Mantelgesetz) und ist somit auch eine Grundlage für unsere solidarische Gesellschaft. Die Besteuerung schafft die einzige legitime Möglichkeit für eine Kapital- und Vermögens-Umverteilung und sie kann dazu dienen, eine gerechtere Welt zu schaffen.
Für die Landesfinanzschule Bayern möchten wir die AO in ein weithin sichtbares Denkmal verwandeln, welche Hommage und Kritik gleichermaßen ist. Es soll
ein Zwischen-Denkmal sein, eine Art Bestandsaufnahme - zur Würdigung des Erreichten und als Mutmacher zur steten Verbesserung. Vom A zum O mitsamt allen Herausforderungen und Leerstellen.
Vor genau 500 Jahren fanden, in dieser Gegend, die Bauernkriege statt und wurden leider von den Mächtigen blutig niedergeschlagen. Die primären
Anliegen der Proteste bestanden darin, die Steuern für die Bauern und unteren Gesellschaftsschichten zu senken und der Forderung, dass auch die Adeligen und Reichen Steuern zahlen sollten.
500 Jahre später, haben wir viel erreicht, Müntzer und Gaismair würden sich freuen, einige zentrale Forderungen wurden erfüllt. Der Weg zu einer gerechten Gesellschaft und einer gerechten Besteuerung ist allerdings noch weit.
Die Anwendung der AO ist eine Gratwanderung, ebenso schwierig ist es das A und O ästhetisch zu vereinen. Es ist ein Kraftakt, das gerade, harte, kantige A
ins sanfte, runde, geschlossene O überlaufen zu lassen. Als Verbindung dienen uns 15 senkrechte Metallscheiben und große Zwischenräume. Goldene Linien streben in den Himmel, von einer Seite fast transparent und von der anderen Seite geschlossen. Obwohl die einzelnen Metallscheiben kantig und aggressiv nach oben streben, bildet sich an der Basis ein kleiner apsisähnlicher Raum, der kurz zum Verweilen einlädt. Die zwei Säulen des A‘s flankieren den Eingang und der Blick nach oben wird mit einer kreisrunden Himmelsöffnung - dem O, belohnt. Ein Tempel für die Steuer. Zwischen den einzelnen Scheiben sorgen 415 (§) Verbindungsanker für die notwendige Stabilität, nichts wird versteckt, die Konstruktion wird gezeigt und so entsteht ein funkelnder Goldregen.
BAW Oktober 2025
Remapping LAND/marks
[Bolzano Art Weeks]
"Besondere Aufmerksamkeit erhält in diesem Kontext der doppelte, räumlich-zeitliche Begriff „landmark“ - als „auffälliges Objekt in der Landschaft“ und als „Meilenstein“ oder wichtiges Ereignis im Rahmen menschlicher Unternehmungen (sei es 1 2 3 4 künstlerisch, architektonisch, ingenieurtechnisch oder wissenschaftlich) und die dabei oftmals mechanistische Reduzierung der Umwelt auf ein bloßes „Eingriffsfeld“ und der Natur auf einen „Rohstoff“ oder eine bloße „Inspirationsquelle“ für künstliche (Re-)Produktionen. Der Akzent des Festivals liegt diesmal auf dem „Hintergrund“ - dem LAND - das gegenüber der üblichen Betonung von „Merkmalen“ und Markierungen in den Vordergrund gerückt wird. In einer geografischen und evolutionären Perspektive relativiert sich dadurch die Bedeutung von „Wahrzeichen“ ebenso wie die geopolitische Ambition, natürliche oder künstliche Grenzmarkierungen zur territorialen Abgrenzung, Eroberung und Herrschaft über die „Erde“ einzusetzen. Die dritte Bedeutung des Begriffs - als topografischer „Referenzpunkt“, der die Orientierung in einem größeren Kontext erleichtert (z. B. der Leuchtturm, der den Weg weist) - kommt der „Leitfunktion“ am nächsten, welche die “biodiverse” BAW-Landkarte zu bieten versucht, ohne dabei feste Routen vorzugeben. " ext BAW
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Wettbewerb Mutterstadt 2.Platz Oktober 2025
"Pachamama"[Sörkl]
[Mosaik im grünen Klassenzimmer]
Boden-Mosaik - Das kleine Amphitheater erhält durch diese künstlerische Intervention eine edle, farbenfrohe Basis, welche die Natur würdigt und zum genauen Betrachten einlädt.
Kleine und großen Steinchen, Keramik und Glas-Smalten werden zu Abbildungen von Flora und Fauna. Ob naturgetreue Lilien oder stilisierte Sonnenblumen, ob Kinderzeichnung oder museales Gemälde, in diesem Sammelsurium ohne Eitelkeiten hat alles seinen Platz. Es werden picassoartige Strichzeichnungen mit Klimts ornamental Flora collagiert und mit Zitaten aus der Frühzeit der Kunstgeschichte bis in die Gegenwart bestückt und die einzelnen Darstellungen verweben zu einem Blumenmeer voll Leben.
Was ist Realität und wie nehmen wir sie wahr? Schlussendlich geht es um Interpretationen und Deutungen.
Der kindliche Geist ist voller Kreativität und Vorstellungskraft und die kleinen Plagegeister werden die stummen steinernen Zeugen lebendig machen.
Pachamama "Mutter Welt, Mutter Kosmos“ gilt mehreren indigenen Völkern der Anden Südamerikas als personifizierte Erdmutter, die Leben in vielfacher Hinsicht schenkt, nährt, schützt und zu ritueller Kommunikation fähig ist.

Wettbewerb Worms [Finalrunde] Juni 2025
"LEERSTELLEN"
[Lern- und Gedenkort in Erinnerung an die Deportationen während der NS-Zeit in Worms]
Die silberne Säule im Zentrum des Lern- und Gedenkorts am St. Albans-Platz in Worms soll eine weithin sichtbare Landmarke sein, welche emotional berührt, Denkfäden webt und dem Erinnern eine Stütze ist.
Der kreisrunde, umgrenzte Raum im Inneren der Säule wird geopfert - er ist den Menschen nun nicht mehr zugänglich - er kann aber gedanklich erforscht werden und Heimat für Geschichten und Fakten bieten. Menschen wurden grundlos verschleppt und getötet - von heute auf morgen wurden sie aus ihrer Geschichte gerissen - unsichtbar gemacht…es bleibt das Nichts, welches hier Umfriedung findet und von den Menschen neu ins Jetzt eingeflochten werden muss.
Diese mächtige, spiegelnd glänzende Säule der Erinnerung trägt symbolisch die Last der Geschichte. Im Zwischenraum von Himmel und Erde, in diesem Nischenraum, eingeklemmt zwischen Zukunft und Vergangenheit, spielt sich das Leben ab. Hunderte Schnitte im harten Metall zeigen die Fehlstellen, welche das menschenverachtende System in unsere Gesellschaft gerissen hat. Diese Leerstellen werden nun hervorgehoben und verdichtet. Die Tragödie muss erzählt werden.
Das untere Ende der Säule gräbt sich tief in die Erde und seziert die Überbleibsel der Vergangenheit. Ein bodenloses Loch, dunkel und kalt und kein Ende in Sicht. Dennoch werden die Sonnenstrahlen und das Licht die ausgehöhlte Säule erhellen und Leuchtpunkte wider dem Vergessen in die bleierne Zeittafel der Geschichte brennen.
251 Leerstellen bilden einen Strahlenkranz, der oszillierend das große Nichts umschließt, um dann auszubrechen.

Wettbewerb Saarbrücken[Finalrunde] Juni 2025
"Vis Amoris"
[Garten der Erinnerung
in Gedenken an die Opfer der Verfolgung queeren Lebens im Saarland in den Jahren 1935–1994]
Im Herzen von Saarbrücken erhebt sich das Kunstwerk VIS AMORIS - Kraft der Liebe. Das Denkmal erinnert an die Opfer der Verfolgung queeren Lebens im Saarland.
Es zeigt aber auch die unaufhaltsame Kraft der Liebe und Freiheit, welche durch nichts aufzuhalten ist.
Die schillernde, irisierende Masse des Kunstwerks, die den Boden durchbricht, symbolisiert den Drang nach Freiheit und Gleichberechtigung. Die Farbverläufe von düsteren Tiefen zu hoffnungsvollen Nuancen, spiegeln die vielfältigen Erfahrungen der queeren Community wider.
1. KRAFT:
Skulpturen: Plasmaartige Hügellandschaft / Mosaik / irisierendes Glas / symbolhaft für Gemeinsamkeit, Solidarität, Liebe und Kraft / Nichts kann uns mehr aufhalten!
2. WISSEN:
Informationstafeln und Texte an den verschiedenen Installationen informieren und führen über QR-Codes auf ein digitales Archiv: Historische und zeitgenössische Informationen und Statistiken, die das queere Leben betreffen.
3. BESINNUNG
Sitzbänke im Schatten der Bäume schaffen einen würdigen und besinnlichen Rückzugsort innerhalb dieses kraftvollen Erinnerungsraumes.

Eröffnung Mai 2025
"ONDA"
[Die perfekte Welle]
Die sanften Hügel der Weinberge um Wittlich schmiegen sich wellenförmig an das Blau des Firmamentes. Die geschwungene Horizontlinie trennt den Himmel von der Erde.
Diese sanfte Hügellandschaft wird von den streng geraden Weinbergzeilen zerteilt. Dieses vertikale Schraffur Muster scheint kerzengerade in die Mosel zu stürzen, um sich im Fluss mit den Wellen zu vereinen. Auf der Wasseroberfläche spiegeln sich unterschiedlichsten Blau- und Grüntöne - das mäandernde Lebenselixier der Mosel schlängelt sich in Kurven- und Wellenform durch die im Faltenwurf scheinbar erstarrte Landschaft. Alles fließt, ein stetiges auf und ab, keine Brüche, sondern ein ständiges Streben, lässt unsere Augen unersättlich in die Ferne schweifen, um das Hier und Jetzt besser festhalten zu können.
Für das neue Viteliusbad in Wittlich möchten wir das Phänomen der Welle künstlerisch konservieren und die Besucher entlang der Magistrale in den kommunalen Wassertempel begleiten. Das Spiel mit der Perspektive, mit Verdichtung und Auflösung soll die Menschen faszinieren und jedes Mal aufs Neue neugierig machen. Ein Glitzern und ein Flirren der einzelnen Lamellen bilden einen amorphen oszillierenden Körper.

Eröffnung Mai 2025
"The Golden Mean"
[CELLA verticale]
Im NOI Techpark in Bozen wurde heute (12.05.2025) das neue Kunstwerk "The Golden Mean" des Künstlerduos SCHWARZENFELD (Michael Meraner und Raphaela Aurelia Sauer) vorgestellt. Die 27,5 Meter hohe Säule setzt ein klares Zeichen: Innovation ist kein Selbstzweck, sie muss Mensch und Natur dienen.
Das Kunstwerk steht vor der neuen Ingenieursfakultät der Freien Universität Bozen. „Wir wollten hier ein Kunstwerk mit großer Wirkung und einer klaren Botschaft platzieren. Eine Botschaft, die eng mit unserer Vision verbunden ist: Wissenschaft, Forschung und technologischer Fortschritt müssen dem Menschen und der Natur dienen“, erklärte NOI-Präsidentin Helga Thaler Ausserhofer. Um diese zentrale Botschaft in ein aussagekräftiges Kunstwerk zu verwandeln, wurde ein internationaler Künstlerwettbewerb ausgeschrieben. Eine fünfköpfige Fachjury wählte unter den zahlreichen eingereichten Vorschlägen schließlich das künstlerische Konzept von Raphaela Aurelia Sauer und Michael Meraner aus.

Ausstellung November 2024
Epiphanie oder
der Zweifel des Atheisten
03 2024–25 COLLECTIVE EXHIBITION
ECK Museum of Art BRUNECK Brunico
ARTISTS
Alois Steger
Andreas Zingerle
Annemarie Laner
Carlo Speranza
Julia Bornefeld & Fabio Dall’Aglio
Maria Craffonara & Stefan Ghedina
Michael Meraner & Raphaela Sauer
Paul Sebastian Feichter
Roberta Dapunt
Silvester Promberger
Sissa Micheli
Sylvie Riant & Christian Mair
Thomas Riess
Wil-ma Kammerer

Wettbewerb 1. Platz März 2024
NOI Techpark Bozen
"CELLA VERTIVCALE"
[ CELLA VERTICALE / 28m hohe, goldene Säule ]
Auf dem Freiplatz vor der neuen Fakultät für Ingenieurwesen der Freien Universität Bozen auf dem NOI-Areal, möchten wir eine weithin sichtbare künstlerische Landmarke schaffen – die goldene 'CELLA verticale‘. Dieser symbolische Leuchtturm der Wissenschaft soll für den öffentlichen Raum innerhalb des NOI-Techparks
ein weiterer zentraler Fixpunkt sein. Ähnlich einer Siegessäule steht diese goldene Säule der Wissenschaft am Ende einer modernen Gartenlandschaft und markiert den Eingang des neuen Universitätsgebäudes. Sie symbolisiert das Streben der Wissenschaft, der Technik und der Forschung nach immer neuen Errungenschaften und Lösungen, um die Welt ein wenig besser zu machen.
Das faschistische Regime forcierte die Industrialisierung Südtirols in den 30er Jahren und siedelte auf dem Areal des Noi Techparks die „fabbrica dell‘aluminio“ an, welche auch der Rüstungsindustrie diente. Aus diesem Material - Aluminium - wird auch der goldene Turm ‚CELLA verticale‘ gefertigt.
Diese überhöhte Vierkantsäule aus goldeloxiertem Aluminium, stellt einen Bezug zur rationalistischen Architektur der Bestandsgebäude des NOI Techparks dar. Der antike Säulentypus wurde von den Modernisten abstrahiert und reduziert, es fehlt u.a. das Kapitell und jegliche Ornamentik. Wir gehen noch einen Schritt weiter und verweigern diesem konstruktiven Detail auch noch die von den Rationalisten vehement geforderte Funktionalität. Somit wird die von den Faschisten vereinnahmte Bauweise zwar aufgegriffen aber ad absurdum geführt.

Installation September 2024 - 2025
TRM
Container Bild

Installation September 2024 - 2025
TRM
Mikroskopie Bild

Wettbewerb Klinikum Ludwigshafen 2. Platz 2024
"OBEN"
[ Abschiedsräume Klinikum der Stadt Ludwigshafen am Rhein]
Die beiden Abschiedsräume im Klinikum der Stadt Ludwigshafen am Rhein sollen in einen ruhigen trostspendenden Ort verwandelt werden. Diese Andachtsräume werden ein bewusster Kontrapunkt zur technischen Konzeption des Klinikgebäudes sein. Hinter diesen Türen eröffnet sich ein geschützter, kapellenartiger Raum, der eine sakrale, höhlenartige Aura verströmt. Die horizontalen Blickachsen werden respektvoll mit edlen, aber dezenten Details bespielt. Keine aufdringlichen Elemente und subjektive Kunstobjekte sollen die Menschen dort in eine Denkrichtung zwingen.
Die Wände, die Decke und der Boden werden mit einem hellen Edelputz versehen, welcher sämtliche Oberflächen homogen, hochwertig und ruhig erscheinen lässt. Diese warme Hülle umschließt diesen Raum und erzeugt so ein wohliges Gefühl des Willkommenseins. Nur zwei Sitzbänke und eine Ablage mit Stauraum für sakrale Objekte (sog. Abschiedsbox), mit goldfarbenen Horizontalabschlüssen, scheinen aus den Wänden herauszuwachsen und runden das Ensemble ab.
Der zentrale künstlerische Entwurf ist die Deckengestaltung: Angelehnt an mit Bordüren umrandete, barocke Deckenfresken, werden diese im rationalistischen Stil abstrahiert und zu einer in den Himmel strebenden, modernen Kunstinstallation. Die Randfelder der Decke werden leicht geknickt und erzeugen so einen kuppelartigen Baldachin, in dem mittig eine zeitgenössische Bilderfläche integriert wird. Ein unendlicher Spiegel, mit funkelnden Goldmosaiken, öffnet den Raum nach oben und erweitert die Sinnesebene durch einen hoffnungsvollen Licht-Sog ins Unendliche.


Wettbewerb Castel Badia 1. Platz 2023
SONNENBURG
"...und immer wieder geht die Sonne auf."
Die Installation besteht aus ca. 200 Metallrohren. Aus diesen goldfarbenen Stäben werden flächige Elemente geschaffen, welche die Grundstruktur der romanischen Kapelle dekonstruiert wieder zum Leben erwecken.
So taucht die romanische Kapelle - abstrahiert in neuem Glanze - nach hunderten von Jahren - wieder auf. Die goldenen Rohre symbolisieren die Sonnenstrahlen und funkeln weithin sichtbar ins Tal. Die abgeschrägten Elemente der Rohre zeichnen die Silhouette und Firstkante des romanischen Kult Baus nach. Abhängig vom Blickwinkel erscheint eine vollständig typisierte Ansicht der Kapelle oder eine fragile, fast transparente Säulenkolonnade. Die besondere Betonung der Blickachsen nach Westen und Süden hin und ein Apsis ähnlicher Raum im Osten verwandeln die Ruine in einen vielschichtigen, kontemplativen Ort. Die goldfarbenen Rohr-Elemente schirmen den alltäglichen Lärm ab, ohne die wunderbare Aussicht zu versperren. Wie ein Phönix aus der Asche taucht die verschwundene Kirche im Sonnenlicht wieder auf und erscheint als dekonstruierte romanische Kapelle.
....so wie die Sonne im Westen untergeht wird sie im Osten morgens wieder aufgehen, immer und immer wieder.

Eröffnung Erinnerungsort Juni 2023
Vergessene Frauen von Aichach
Claudia Roth, Staatsministerin für Kultur und Medien, hat am Freitag das Denkmal für die "Vergessenen Frauen" der Strafanstalt Aichach besucht.

Historiker Rudolf Stumberger, Claudia Roth, Raphaela Aurelia Sauer

Raphaela Aurelia Sauer erklärt das 3 teilige Denkmal für die vergessenen Frauen von Aichach

Claudia Roth zwischen den steinernen Stelen
Foto: Marina Wagenpfeil
Wettbewerb 1. Platz 2023
ONDA
Vitelliusbad Wittlich
Für das neue Viteliusbad in Wittlich möchten wir das Phänomen der Welle künstlerisch konservieren und die Besucher entlang der Magistrale in den kommunalen Wassertempel begleiten. Das Spiel mit der Perspektive, mit Verdichtung und Auflösung soll die Menschen faszinieren und jedes Mal aufs Neue neugierig machen. Ein Glitzern und ein Flirren der einzelnen Lamellen bilden einen amorphen oszillierenden Körper.
Drei Reihen unterschiedlich hoher Lamellen stehen aneinandergereiht parallel zum Eingangsweg, eine leichte Verschiebung in der Horizontal- und in der Vertikalachse vereint die Wellenlinien zu einer dreidimensionalen Welle. Niemals gleich, immer in Bewegung, je nach Blickwinkel ist diese starre Wellenlandschaft transparent und leicht oder komprimiert und dicht.
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Wettbewerb 1. Platz 2023
FELS
MMM Messner Mountain Museum
["Sein Schicksal gehört ihm. Sein Fels ist seine Sache“
A. Camus]
Als Ausgangspunkt für unseren Entwurf dient uns ein Text von Albert Camus „Der Mythos des Sisyphos“. Diese existenzphilosophischen Worte beschreiben, wie kaum ein anderer Text, das Absurde im Leben. Das Bergsteigen kann als Parabel für das sinnlose, wunderbare, atemberaubende, aussichtslose menschliche Tun gesehen werden. „Wir müssen uns Sisyphos als glücklichen Menschen vorstellen“, dieser Leitgedanke soll uns ein Fixstern sein, um die tiefsten Täler und die höchsten Berge zu durchwandern. Camus Worte reihen wir in senkrechtverlaufende Buchstabenlinien aneinander, um dann mit ihnen neue Bilder zu erzeugen. Wir sammeln Fotos von berühmten BergsteigerInnen und durchleuchten diese zeitgenössischen und historischen Fotos auf der Suche nach Händen, welche kraftverzerrt zu Klettergriffen erstarrt sind. Das Festhalten des Augenblickes wird zum Festhalten des Lebens.
Die Texte auf den Lamellen werden zu Bildern, welche wieder zu Texten werden und umgekehrt -



















